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Technische Entwicklung der Freiw. Feuerwehr Kuchl:

Fahrzeuge  
     
1945 Wurden bis zum zweiten Weltkrieg die Motorspritzen auf Pferdegezogenen Fuhrwerken oder auf Privatpersonenkraftwagen transportiert, so war nach dem Krieg die Motorisierung nicht mehr aufzuhalten: Als erstes Fahrzeug wird 1945 ein Citroen-Kastenwagen als Löschfahrzeug in den Dienst gestellt.
1947 Als Ersatz für den Citroen wurde von der Landesregierung ein Steyr Schnelllastwagen 1500 ALOZ, Baujahr 1944, 85 PS mit Vierradantrieb der Kuchler Feuerwehr zugewiesen und in Eigenbau hergerichtet. Steyr 1500
1950 Am 29. Oktober wird von Gottfried Lugerbauer aus Mondsee ein gebrauchter Opel Blitz, 3,5 Tonnen zum Preis von 13.000,-- Schilling angekauft und in Eigenregie umgebaut. Opel Blitz
1953 Der Löschzug Jadorf fertigt in Eigenbau in Zusammenarbeit mit Wagnermeister Wallmann, einen Traktoranhänger auf dem die Tragkraftspritze gelagert wird. Der beste Traktor im Dorf wird als Zugmaschine eingesetzt.
1960 Der neue Mercedes Tankrüstwagen, Allrad, Tank 2000 Liter Inhalt mit eingebauter Hochdruckpumpe wurde am 6. Februar 1960 von der Fa. Rosenbauer, Linz geliefert. Dieser Tankrüstwagen, zur damaligen Zeit einer der modernsten in Österreich, kostete 370.000,-- Schilling Mercedes Tanklöschwagen

Dass die Finanzierung für dieses Fahrzeug durch die Gemeinde nicht einfach war, beweist ein Schreiben von Hauptmann Karl Rettenbacher an die Gemeindevertretung von Kuchl:

         Ich bin heute gezwungen Euch mit dem Pitsche (dem Bitteschön) der Feuerwehr bekannt zu machen und möchte Euch ersuchen, dem wohlwollend gegenüber zu stehen. Ich möchte Euch in Eurem Interesse darauf aufmerksam machen, dass ich nicht mit dem Kauf des Wagens warten kann, bis der derzeitige nicht mehr geht, denn die Lieferzeit ist 8 – 10 Monate, also würden wir fast ein Jahr ohne Wagen sein und was das für uns für Folgen haben könnte, wissen wir nicht. Ich möchte nicht derjenige sein, auf den man die Steine wirft, wenn etwas sein sollte. Ich möchte Euch daher ersuchen, jetzt für den Kauf des neuen Tankrüstwagens zu sein und wir haben ein Gerät, das den derzeitigen Anforderungen vollauf entspricht und wir dann einige Jahrzehnte Ruhe haben werden. Es würde mich freuen, wenn Ihr meine Bitte, die ich in Eurem Interesse an Euch richte, erfüllen würdet und die wäre: kauft uns den Wagen und zwar auf einmal, wie der Gemeindebeschluß vom 27.10.1956 lautet.

     
1967 Das erste Fahrzeug des Löschzuges Jadorf: Von der Brauerei Kaltenhausen wird ein gebrauchter LKW Hanomag angekauft und in Eigenregie umgebaut.
1973
Im Rahmen der Florianifeier am 27. Mai 1973 wurde das neue schwere Löschfahrzeug Mercedes Benz 911 Allrad, Aufbau Fa. Rosenbauer aus Linz, geweiht. Das Fahrzeug ist mit einer Vorbaupumpe mit einer Leistung von 2400 l/min ausgestattet und wurde im Jahr 2001 in die Nähe von Hannover verkauft. Dort dient er einem Abenteuer-Reiseunternehmer als Erlebnisfahrzeug.
Mercedes SLF
1973 Im selben Jahr erhielt die Feuerwehr vom Landesfeuerwehrverband Salzburg den Heuwehranhänger der Fa. Westfalia. Dies war das erste Gerät dieser Art im Land Salzburg. Heuwehranhänger
1976 Der Löschzug Jadorf erhält einen gebrauchten Ford Transit 175 von der Fa. Blendax und baut diesen in Eigenregie zu einem Kleinlöschfahrzeug um. Ford Transit
1985

Aus Eigenmittel der Feuerwehr Kuchl wird ein Kleinlöschfahrzeug Mercedes Benz 310, Aufbau Fa. Seiwald aus Oberalm, angekauft. Ausgerüstet ist es mit einer 9 m Schiebeleiter, 3 Atemschutzgeräten, Stromerzeuger, Flutlichtmast und einem Container mit 400 m B-Schläuchen und weiteren Geräten zur Brandbekämpfung.

Am 24. Jänner 1998 wurde das Fahrzeug zum Löschzug Jadorf überstellt und im Herbst 2004 an eine polnische Feuerwehr verkauft.

Mercedes 310 KLF
1987 In diesem Jahr erhält der Löschzug Jadorf  ein Löschfahrzeug Marke VW LT 45, Aufbau Fa. Seiwald.

2010 ausgeschieden und an junge Jadorfer Feuerwehrmitglieder verkauft.
VW LT 45
1988

Am 15. Mai 1988 fand die Weihe des neuen TLF 3000, Mercedes Benz 1225, statt. Der Aufbau erfolgte durch die Fa. Seiwald/Oberalm. Ausgestattet ist das Fahrzeug mit einer 14 m Schiebeleiter, Feuerlösch-kreiselpumpe 2800 l/min, 6 Atemschutzgeräten, 5 t Seilwinde, Stromerzeuger 8 kVA, Flutlichtmast 4x1000 Watt und weiterem Zubehör.

Im Frühjahr 2002 wird dem Fahrzeug eine Umfeldbeleuchtung zugefügt. Im Mannschaftraum werden Funkgeräte und Handlampen, so wie bei den anderen Fahrzeugen auch, installiert.

Mercedes Tank Kuchl
1992 Am 6. März 1992 wurde das Mannschaftstransportfahrzeug VW 70, Aufbau Fa. Seiwald, in den Dienst gestellt. Finanziert wurde das Fahrzeug durch Eigenmittel der Feuerwehr. Speziell ausgerüstet ist das Fahrzeug für Einsätze nach Verkehrsunfällen. VW Last
1998 Am 24. Jänner 1998 wurde das neue LF-A Mercedes Benz 1124 AF, Aufbau Fa. Seiwald. aus Eigenmittel der Feuerwehr und aus Fördermittel des Landesfeuerwehrverbandes angekauft. Zu der schon vorhandenen FOX-Pumpe wurde eine weitere neue FOX-Pumpe angeschafft. 3 Atemschutzgeräte, eine tragbare Motorseilwinde (LFV), eine 800 m B-Schlauch-Container, ein 4x500 Watt Lichtmast und weitere Gegenstände zur Feuerbekämpfung bilden die Ausrüstung. Mercedes LF
2000 Im August 2000 wurde ein Schlauchanhänger Hochedlinger von der Fa. Schmid/Jadorf aus Eigenmittel angekauft. Schlauchanhänger
2001 Das neue RLF-A wurde als Ersatz für das 28 Jahre alte Rüstfahrzeug im Juni  2001 angeschafft und am 4. August im Rahmen der Marktplatzerneuerung eingeweiht. Fahrgestell: Mercedes Atego 1225. Alu-Aufbau: Fa. Seiwald/Oberalm. Ausgerüstet ist das Fahrzeug, speziell für Einsätze bei Unfällen, mit einer Bergeschere und einer 5 t Seilwinde, die vom TLF umgebaut wurde. Kosten ATS ca. 4.000.000,--. Die Feuerwehr Kuchl steuert aus Eigenmittel einen hohen Betrag bei. Mercedes RLF
2004 19. November 2004 - Das Datum an dem das neue Löschfahrzeug, Allrad mit 1000 l Wasser im Feuerwehrhaus Jadorf eingestellt wurde. Die Kameraden des Löschzuges Jadorf und der Kuchler Ortsfeuerwehrrat konzipierten gemeinsam, ein für die Sicherheit der Kuchler Bevölkerung dienendes, universelles Einsatzfahrzeug, das einerseits für die Löschwasserversorgung zuständig ist und andererseits für einen Erstangriff in den Ortsteilen Jadorf und Unterlangenberg ebenfalls ausgerüstet ist. Erstaunlich und wirklich erfreulich die Eigenleistung des Löschzuges von € 100.000,-- ! Mercedes LFW
2009 Am 12. Februar 2009 wurde der neue Waldbrandanhänger für den Tennengau bei der Freiw. Feuerwehr Kuchl vom Salzburger Landesfeuerwehrverband stationiert. Er wird speziell bei Waldbränden im Tennengau, aber auch im gesamten Salzburger Land eingesetzt. Wert des Anhängers: ca. € 90.000,-- Waldbrandanhänger - FF Kuchl
2009 Das - am 16. April 2009 - in den Dienst gestellte Kommandofahrzeug wurde durch die steigenden Anforderungen im Kuchler Feuerwehrwesen notwendig und bringt einige Änderungen in der Einsatztaktik mit sich. Das Fahrzeug dient dem Einsatzleiter im Ernstfall  zur Erkundung und für die weiteren Aufgaben der Einsatzleitung. Es rückt als erstes Fahrzeug aus (Sirenen- oder Rufempfängersammelruf). Durch den Austausch des Einsatzleitertisches auf eine Sitzbank, kann das Fahrzeug auch als Mannschaftstransportfahrzeug (z.B. für die Feuerwehrjugend) verwendet werden. Es wurde zur Gänze aus der Mannschaftskasse und den Fördermitteln des Landesfeuerwehrverbandes finanziert. Kommandofahrzeug - FF Kuchl
2010 Am 14. April 2010 wurde das neue Kleinlöschfahrzeug am Standort - Feuerwehrhaus Jadorf - in den Dienst gestellt. Das Fahrzeug ist in erster Linie für die Arbeit an der Wasserentnahmestelle konzipiert und kann durch seine geringe Höhe und Wendigkeit auch im Gelände eingesetzt werden. Die zweite Hauptaufgabe liegt in der Absicherung bei Verkehrsunfällen auf der Autobahn. Den größten Teil der Kosten von ca. € 118.000,-- übernahm die Mannschaftskasse des Löschzug Jadorf.  
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Ausrüstung und Sonstiges ...  
Anfangs gab es neben Lederkübel nur händisch betriebene Pumpen und sehr einfach Ausrüstung. Auch wurde 1904 eine zweiteilige Schiebeleiter Fa. Magirus angekauft.
1886 Handpumpe der Firma Knaust mit Trageriemen. Handpumpe 1886
1900

Die Vierrädrige pferdebespannte Abprotzspritze (Rosenbauer) wurde um 1900 in Kuchl angekauft und rief ein großes mediales Echo hervor.

Abprotzspritze
1905 - 1940 Helme hatten nur die Steiger und Hauptleute. Die übrigen als Schlauchmannschaft oder Rettungsmannschaft eingeteilten Kameraden hatten beim Einsatz wie bei den Ausrückungen Tellermützen auf. Helm 1905
1929 Von der Wiener Feuerwehr wurde die erste Motorspritze angekauft: Ein gebrauchte, gut funktionierende Spritze zum Preis von 2.317,40 Schilling.
1933  Bei der Firma Rosenbauer in Linz wird eine neue tragbare Motorspritze zum Preis von 3.826,-- Schilling angekauft und auf Pferdefuhrwerken oder auf den ersten privaten Autos transportiert. Diese Spritze könnte eventuell so ausgeschaut haben und 1945 an den Löschzug Jadorf übergeben. Rosenbauerpumpe
1940 - 1984 Stahlhelme wurden während des 2. Weltkrieges eingeführt und bis zum Jahr 1984 bei der Kuchler Feuerwehr verwendet. Helm 1945
1944 Bürgermeister Huber und Kommandant Unterwurzacher begeben sich nach Linz zur Firma Rosenbauer und kaufen eine weitere Motorspritze eine TS 8.
1951 Eine zweirädrige Schubleiter der Fa. Magirus wird angeschafft.
1968 In diesem Jahr wird der schwere Atmschutz in Kuchl eingeführt.  1977 beim Löschzug Jadorf mit gebrauchten Geräten der FF Golling.  Atemschutz
1984 -2001

Spinnenhelm „Wiener Form“ 1984 - 2001

Auf den Markt kamen diese Helme schon in den Jahren 1934/35.

Durch die Spinnenform sollte die Gefahr durch herabfallende Gegenstände auf den ganzen Helm verteilt werden.

Helm 1984
1988 Die Kosten für das hydraulische Rettungsgerät Lukas LSP44/LSP100 wird zu zwei Drittel vom Landesfeuerwehrverband und zu einem Drittel von der Gemeinde Kuchl getragen.
1993 Am 27. Dezember 1993 wurde die Feuerwehrchronik „Die Geschichte der Kuchler Feuerwehr präsentiert. Autor und Schriftführer Rupert Unterwurzacher fügte die bestehenden sechs Chroniken zu einem umfassenden Werk zusammen und konnte durch diverse Nachforschungen die vorhandenen Daten noch ergänzen. 
2001

Drägerhelm F1 2001 -

Die Einführung des französischen Helmes der Firma Gallet (vertreten durch Dräger Austria) bei den BF Innsbruck und Wien brachte eine Lawine ins Rollen.

Polyesteraußenschale mit integriertem Schutzvisier.

Helm 2001
2002 Die Hochwasserkatastrophe am 12. und 13. August 2002 betraf auch das Feuerwehrhaus der Hauptwache im Markt.  Zwei Tage war der gesamte Keller unter Wasser. Schulungsraum, Küche, Lager wurden dadurch vollständig beschädigt. Unter anderem wurde auch die im Jahre 1954 eingeweihte Fahne arg in Mitleidenschaft gezogen. Aus diesem Grund entschloss sich der Ortsfeuerwehrrat zur Restaurierung, die von der Fa. RIDIA aus Ried  durchgeführt wurde. Fahne
2004 Seit dem Jahr 1998 ist die Freiwillige Feuerwehr Kuchl bestrebt die PSA (Persönliche Schutzausrüstung) für unsere Mannschaft auf den neuesten Stand zu bringen. Angefangen über die Einsatzjacke (blau - Rosenbauer), Einsatzhose und -Bluse (grün), Brandschutzhauben und Helmlampen für Atemschutzträger, Gallet-Helm, Einsatzhandschuhe (Eska) bis zu den Einsatzstiefeln (Texport) wurde bisher ausgetauscht. Betrachtet man die rasche Entwicklung auf diesem Gebiet , wird sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen ... PSA
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