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Floriani ...

Floriani ... Florianifeier 2007

Um "Floriani" mache ich mir gerne Gedanken über die Feuerwehr:

Es ist  nun über 1700 Jahre her, dass der Hl. Florian mit einem Mühlstein um den Hals in die Enns gestürzt wurde.

Wie werden die Feuerwehren aber heutzutage gesehen - Welche Fragen werden an uns gestellt - Welche Fragen haben wir ?

Eine Einsatzorganisation, die jederzeit bereit ist, ihren Mitmenschen zu helfen und das unentgeltlich - So sehen wir uns selber gerne und so glaube ich, sieht uns auch ein Großteil der Bevölkerung, obwohl immer wieder Fragen auftreten, wie: bekommt ihr für Eure Tätigkeit eine Entschädigung ? Nein, unsere Aktivitäten sind ehrenamtlich, dass heißt, keiner unserer Mitglieder erhält für seine Tätigkeiten im Rahmen der Feuerwehr ein Gehalt oder eine Entschädigung.

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Ein Spielzeug für große Kinder, das nur sehr viel Geld kostet ...  
Die Zeit dieser Meinung ist schon lange vorbei. Wer das noch glaubt, lebt in einer anderen Welt.  Bei durchschnittlich 100 Einsätzen im Jahr (ohne Hochwasser) für die Freiw. Feuerwehr Kuchl kann man sicher nicht von Spielzeug sprechen. Es ist schon klar, dass die Ausrüstung, die Fahrzeuge, die Aufrechterhaltung des Betriebes usw. große finanzielle Mittel erfordert. Dafür ist laut Gesetz die Gemeinde zuständig. Die verantwortlichen Feuerwehrmänner können nur nach ihrem fachlichen Wissen, Vorschläge bringen. Und selbstverständlich schauen wir, dass wir mit einem geeignetem Gerät arbeiten können, alleine schon deshalb, um die an uns gestellten Sicherheitsanforderungen erfüllen zu können. Genauso ist es aber auch unsere Pflicht, dass wir uns im Rahmen des Möglichen bewegen und keine übertriebenen Forderungen stellen.
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Ein Saufverein ...  

Erstens sind wir kein Verein, sondern eine Einrichtung der Gemeinde und zweitens kann ich jetzt wirklich nur mehr - wenn ich gut aufgelegt bin - schmunzeln: Ich bin jetzt über 25 Jahre bei der Feuerwehr und als Saufverein hab ich die Feuerwehr nie erlebt. Wenn ich mir die Abende nach den Übungen anschaue: Die jüngeren Kameraden trinken ein, zwei Getränke und sind spätestens nach einer Stunde dahin. Die anderen unterhalten sich ein bisschen länger und ab und zu wird es auch später. Warum auch nicht? Dass es auch ab und zu vorkommt, dass z.B. nach dem Florianitag oder nach einem Fest, angeheiterte Feuerwehrkameraden den nach Hauseweg einschlagen, muss ich leider auch zugeben. Obwohl wir sehr bemüht sind, dies durch Aufklärung, positivem Vorbild und Öffentlichkeitsarbeit zu unterbinden. Wir sind nicht besser oder schlechter als es unsere Gesellschaft ist.

Die Feuerwehr ist eine Einsatzorganisation und besteht NICHT aus Biersoldaten ! Aus diesem Grund, halte ich dementsprechende Witze oder Bemerkungen für überflüssig und mir fehlt da der nötige Humor - es ist einfach viel zu ernst! Blöde Vorurteile kann man deshalb gerne für sich behalten ...

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Warum geht man zur Feuerwehr ...  
Ja dürfen wir überhaupt von den Politikern etwas fordern, etwas erwarten. Meiner Meinung nach selbstverständlich JA, wenn es im Rahmen bleibt. Die Gemeindepolitiker sind gesetzlich verpflichtet, eine Feuerwehr auf zu stellen und diese auch aufrecht zu erhalten. Das heißt, dass die einzelnen Gemeindevertreter und Gemeinderäte die Verantwortung dafür haben, dass die notwendigen Mitteln, Gerätschaften, Fahrzeuge und Örtlichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Ich freue mich auch dazu sagen zu dürfen, dass die politischen Kräfte in Kuchl sehr großes Interesse an den Aufgaben der Feuerwehr zeigen.
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Was erwarten wir von der Bevölkerung ...
Die Akzeptanz für die Feuerwehr ist in der Kuchler Bevölkerung gewaltig. Dies hört und sieht man immer wieder bei der jährlich durchgeführten Haussammlung und in Einzelgesprächen. Auch der massenhafte Besuch von Jung und Alt beim Kuchler Seefest zeigt von der Verbundenheit. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken und wir freuen uns jedesmal riesig, wenn die Kuchlerinnen und Kuchler mit uns bei Floriani, Seefest, Jadorferfest usw. feiern ...
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Ein Kommentar von Rupert Unterwurzacher  
Unterwurzacher RupertFeuerwehr ist kein Hobby - ein Feuerwehrmitglied zu sein ist eine Berufung. Und wenn man dieser Berufung - anderen Menschen helfen zu können und sich dabei auf seine Freunde verlassen kann - wenn man also dieser Berufung nachgeht, dann macht man sich auch immer wieder kritische Gedanken zum Thema "Feuerwehr" und Alles was damit zusammen hängt ...

Weil man diese Gedanken eher schwierig durch Fotos ausdrücken kann, gibt es in dieser Rubrik: "Persönliche Gedanken" ein wenig mehr zum Lesen und ein bisschen weniger zum "Bildchen schauen" ...
Hier lesen Sie mehr über den Autor:   Rupert Unterwurzacher
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