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Zwei Salzburger in Hamburg

Teil 4 - Spezialwachen 15. Februar 2007
Wieder sehr zeitig in der Früh um 06:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zur F32 - der Technik- und Umweltschutzwache. Dieses mal bekamen wir mit Andreas einen kompetenten Führer durch die Stadt an unsere Seite.
 
Fast jede Wache hat nach einer Aktion der Hamburger Feuerwehrzeitung "Löschblatt" ein eigenes Wappen.
 
Diese Wache liegt nach ihrem Umzug in einem großen Industriegelände mit relativ wenig Einwohnern. Das Einsatzgebiet dieser Spezialwache umfasst das gesamte Stadtgebiet von Hamburg. In einer interessanten Führung wurde uns der Fuhrpark, der aus folgenden Fahrzeugen besteht, gezeigt:
  • 1 Umweltdienstfahrzeug - für Messungen aller Art
  • Ein 60-Tonnen Telekran (von der Fa. Liebherr)
  • 6 Wechselladerfahrzeuge
  • 21 Absetzbehälter z.B. für Dekontamination, Schaum, Atemschutzgeräte, Spüren und Messen, Gabelstapler, Schaum, Schaum alkoholbeständig, Öl, Hafen, Überfässer, Hochwasser usw.
 
Zur Zeit unseres Besuches waren 12 Mann in der Tagschicht zur Aufrechterhaltung des Betriebes beschäftigt. Bei jeglicher Art von Gefahrengut-, Öl- oder Umwelteinsätzen in Hamburg stellt diese Wache die entsprechenden Gerätschaften und ein bis zwei Fachleute. Die Mannschaft kommt dann von den einzelnen Wachen. Die Einsatzhäufigkeit liegt zwischen 400 und 800 mal im Jahr. Organisatorisch gehört zu dieser Wache auch die beiden Wachen der Elbtunnelfeuerwehr, dem nächsten Ziel unserer Bildungsreise ...
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Der Elbtunnel  
Ein faszinierendes Bauwerk - der Elbtunnel. Er zählt mit einer Länge von 3.325 Metern zu einem der längsten Unterwassertunnel der Erde. Die ersten drei Röhren (alle zweispurig) wurden schon im Jahr 1975 fertig gestellt und führen  28 Meter unter der Wasseroberfläche der Elbe, der Fluss der die Nordsee mit dem Hamburg verbindet, durch. Am 27. Oktober 2002 wurde die vierte Röhre (3.096 Meter lang) eröffnet. Die Kosten dafür betrugen damals 550 Millionen Euro. Der erste Elbtunnel wurde sogar schon im Jahr 1911 eingeweiht und galt mit einer Länge von 426,5 Meter als technische Sensation. Der alte Elbtunnel ist  heute noch in Verwendung und verbindet die Innenstadt bei St. Pauli mit  Steinwerder.
 
Die Einfahrt zum Elbtunnel
 
Pro Jahr ereignen sich in den vier Röhren des Elbtunnels ca. 160 Unfälle. So viele wie in keinem anderen deutschen Tunnel. Aus diesem Grund sind auch zwei Tunnelwachen (Nord und Süd) der Berufsfeuerwehr Hamburg dort stationiert, die nicht nur bei Unfällen Hilfe leisten, sondern auch beim Auslösen der Höhenkontrolle zuständig sind.
 
Tunnelwache und Sitz der Tunnelwarte
 
Wie uns der Leiter der Tunnelwache erklärte sind ca. 1000 Einsätze im Jahr zu bewältigen. Ausgerüstet ist die Wache mit einem Tunnellöschfahrzeug, ein nicht übertriebenes aber zweckmäßig ausgerüstetes Spezialfahrzeug und einem Vorausfahrzeug. Dieser "Volvobomber" verfügt über eine Ifex-Löschanlage und über ein Navigationssystem.
 
Fahrzeuge der Tunnelwache in natura und bei einer Übung
 
Die Tunnelwarte - mit einem Wort - Beeindruckend !

Durch mehrere versperrte Türen gelangten wir in den Kontrollraum. Hier wird jeder der vier Tunnels mit zahlreichen Kameras überwacht. Insgesamt 5 Personen (Polizei, Feuerwehr, Technik) versehen Dienst und überwachen nicht nur Tunnels, sondern auch die Fluchtstollen, die Höhenkontrolle und die Tunneleinfahrten.

 
An dieser Stelle bedanken wir uns bei den Bediensteten der Technik- und Umweltschutzwache und der Tunnelwache, die unsere zahlreich gestellten Fragen mit großer Kompetenz beantworteten.
 
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Der Hamburger Hafen - von Land aus ...  
Andreas, unser "Reiseführer" nützte die Gelegenheit, um uns ein bisschen Hamburg für Eingeweihte zu zeigen. Wir besichtigten den Eingang zum alten Elbtunnel ebenso, wie den Hafen, die besetzen Häuser in der Hafenstraße und  vieles andere mehr.
 
Beeindruckend - der Hamburger Hafen
 
in ganz besonderer Geheimtipp erlebten wir beim Besuch der "Veddeler Fischgaststätte". Mitten zwischen Containern, dem Freihafen, zwischen S-Bahn und Verbindungsstraßen liegt auf einer umzäunten Verkehrsinsel das weiße, unscheinbare Holzhaus. Schon bei der Ankunft waren wir zum ersten Mal erstaunt als wir uns vor dem, seit 73 Jahren bestehenden Wirtshaus, das nicht einmal alle Hamburger kennen, in einer Warteschlange anstellten. Nach ca. 15 Minuten, (die Schlange hinter uns, bestehend aus Krawattentragenden Managern, Hafenarbeitern in ihren warmen Wollpullis,  elegant wirkenden älteren Damen, wurde immer länger) bekamen wir einen Platz in dem 45 Leute fassenden Gastraum, zugewiesen. Der 74-jährige Gerd Matthes und seine Gattin Anneliese (71) zaubern hier Fischfilets mit Kartoffelsalat oder Pommes vom Feinsten auf den grau gemusterten Tischen, die so wie die gesamte Einrichtung den Eindruck erwecken, dass sich seit 50 Jahren hier nichts geändert hat. Die "kleine" Portion mit fünf panierten Fischstücken und Beilagen um € 6,40, genügt den Meisten. Ein paar kommen auch mit der Babyration leicht aus. Wer sich in Hamburg aufhält und Lust auf eine hervorragende, typische Fischmahlzeit hat, der sollte sich nach der Veddeler Fischgaststätte erkundigen ...
Links das U-Bootmuseum und rechts die "Veddeler Fischgaststätte"
 
Den Nachmittag und Abend verbrachten wir dann noch mit einigen Einsätzen, von denen wir aber in einem anderen Teil berichten werden.
 
Danke an Andreas Fuhrmann für seine Betreuung und seine Insidertipps.
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