FF Kuchl nach rechts Extras nach rechts  Serien nach rechts Zwei Salzburger in Hamburg  nach rechts Teil 3 - Der erste Tag     

Zum FH-Umbau Oktober    Hier geht es zur "Anreise"

Hier geht es zum Thema "Spezialwachen"  Zu unseren Partnern

Zwei Salzburger in Hamburg

Teil 3 - Der erste Tag 14. Februar 2005
06:00 Uhr Tagwache und um 07:00 Uhr Befehlsausgabe beim Schichtwechsel, so begann der erste Tag unseres Hamburger "Berufsfeuerwehrlebens". Begrüßt wurden wir auf der Wache Wandsbek (eine genaue Vorstellung der Wache erfolgt später) von den Verantwortlichen Werner Papenhagen und Thomas Falk vor der versammelten Mannschaft.
 
BROAR Werner Papenhagen Thomas erklärt uns den Weg
 
Irgendwie wäre es gar nicht nötig gewesen, extra darauf hinzuweisen, dass sich zwei Gäste neu auf der Wache befinden - wir waren in unserer grünen Salzburger Dienstkleidung sowieso nicht zu übersehen. Aber der Empfang war, und das kann man wirklich betonen, von Anfang an sehr freundlich und kameradschaftlich. Wachabteilungsführer Thomas Falk erkundigte sich nach unseren Wünschen und Vorstellungen: Günter und ich wollten dieses mal, natürlich neben dem Wachealltag, besonders viel vom Hamburger Feuerwehrwesen sehen und Erfahrungen sammeln. Zusammen mit Thomas, er ist ein wahres Organisationsgenie, wurde ein ausführliches Programm erstellt und in der Zwischenzeit von ihm telefonisch organisiert. Währenddessen brachen wir zum Begrüßungstermin in die Hamburger Landesfeuerwehrschule auf ... Zwei Salzburger allein auf den Straßen der Großstadt Hamburg - keine Angst: Hamburg vermittelte für uns eher den Eindruck einer netten, gemütlichen Stadt mit vielen Ziegelbauten, sehr große Grünflächen und wenn man am Anfang die richtigen Kurven und Abzweigungen erwischt, geht es in Hamburg fast immer nur geradeaus ...
  nach oben ...
Trennungslinie
 
Landesfeuerwehrschule Hamburg  
Das Ausbildungszentrum der Hamburger Feuerwehren
 
In der Landesfeuerwehrschule angekommen, nahmen wir zuerst das Frühstück ein, wo wir von Fr. Susanne Engel (bei uns in Salzburg würde sie "Frau Schule" genannt werden), die sich schon in der Vorbereitungszeit fürsorglich um uns gekümmert hatte, begrüßt und zum Leiter der Landesfeuerwehrschule, Herrn Jörg Schallhorn, begleitet..
 
Jörg Schallhorn, Leitender Branddirektor, Leiter der Landesfeuerwehrschule und der Akademie für Rettungsdienst und Gefahrenabwehr
 
Der Leiter der Landesfeuerwehrschule nahm sich ausreichend Zeit für uns und erläuterte in einer interessanten Runde die Ziele und Aufgaben der Ausbildung. In diesem persönlichen Gespräch gewann ich den ersten Eindruck, dass sich die Hamburger sehr spezifisch "IHR" Feuerwehrwesen nach ihren eigenen Anforderungen richten bzw. einrichten. Es steckt sehr viel Denkarbeit, aber auch Tradition, ökonomische Aspekte und viel vorausschauende Kompetenz dahinter. Da die Feuerwehr auch in Deutschland Landessache ist und Hamburg nicht nur eine Weltstadt, sondern auch ein eigenes Bundesland darstellt, genießt die Feuerwehr, als ein Teil der Behörde für Inneres, großes Ansehen. Grundlage für die Aufgaben und Tätigkeiten sind die Landesgesetze für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz.
 
Das großflächige Übungsgelände der Landesfeuerwehrschule
 
Die Feuerwehren Hamburg verfügen sogar über einen eigenen Brandcontainer
 
Ein ganz interessanter Aspekt ist auch die Tatsache, dass sich der Betrieb der Hamburger Landesfeuerwehrschule selbst rechnen muss. Dies ist unter anderem auch ein Grund dafür, dass nicht nur Hamburger Feuerwehrleute ausgebildet werden, sondern auch überregionale Kurse und Seminare in der Akademie angeboten werden. Ja sogar ausgegliederte Lehrgänge in anderen Ländern sind keine Seltenheit.
 
Ein herzlicher Dank an die Bediensteten der Hamburger Landesfeuerwehrschule, im Besonderen an Fr. Susanne Engel und Hr. Jörg Schallhorn !
 
  nach oben ...
Trennungslinie
 
Einsatzzentrale Hamburg  
Von Thomas organisiert, hatten wir nachmittags die Möglichkeit, die Einsatzzentrale der Hamburger Feuerwehr zu besuchen. Drei Kurven, dann immer gerade aus und noch zwei Kurven und schon wären wir am richtigen Ort gewesen - wenn die Hausnummer gestimmt hätte. Aber auch diese Kleinigkeit meisterten wir mit einer kleinen Straßenumfrage (die Hamburger sprechen ja alle Deutsch) innerhalb kürzester Zeit und so erreichten wir die Hamburger Einsatzzentrale.
 
Einsatzzentrale Hamburg
 
Auch hier erklärte uns der Leiter alles, was wir wissen wollten. Hier gibt es viel zu tun: Täglich bearbeiten die Damen und Herren ca. 1800 Anrufe und lösen ungefähr 600 mal Alarm aus.
 
Im Bezug auf unsere neue Salzburger Landes-, Alarm- und Warnzentrale erhielten wir interessante Einblicke in Hamburg.
 
Die Alarmierung aller Feuer- und Rettungswachen Hamburgs erfolgt von dieser Zentrale aus. Mitte 2005 soll ein einheitliches System für Polizei und Feuerwehr installiert werden. Das 1,5 Millionen teure Leitsystem kann auf Digitalfunk umgerüstet werden und soll bis zur Fußball-WM 2006 fertig gestellt werden. Besonders aufschlussreich war für uns als Feuerwehrleute das Mithören bei den Notrufen. Es ist wirklich erstaunlich, welche Anrufe da rein kommen (Gruß an Sven). Erklärt wurden uns nicht nur die tägliche Arbeit, sondern auch der Ablauf bei Katastrophen und die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen.
  nach oben ...
Trennungslinie
 
Der erste Einsatz ...  
Den Rest des Tages nutzten wir, um uns die Fahrzeuge und Gerätschaften der Feuerwache Wandsbek näher an zu sehen. Eine Besonderheit stellt das HLF - nicht "Hilfeleistungsfahrzeug"  sondern "Hamburger Löschfahrzeug" dar.
 
 
Dass wir dieses Fahrzeug genauer unter die Lupe genommen haben, erwies sich zum richtigen Zeitpunkt - denn wenig später hörten wir zum ersten Mal den Einsatzalarm:
 
 
Es war zwar kein Großeinsatz, aber zum ersten Mal konnten wir mit den Kollegen der BF Hamburg einen Alarm miterleben. Von der sonstigen Gemütlichkeit war nichts mehr zu merken. Im Laufschritt ging es von den Aufenthaltsräumen über die Stiege oder über die Rutschstange in die "Fahrzeugremise" (bei uns auch Garage genannt). Man musste sich beeilen um mit zu kommen. Im HLF war der Platz dann schon etwas eng, vor allem weil sich die 6-Mann Besatzung erst im Fahrzeug vollständig ausrüstete. Der Einsatzgrund, ein gerissener Hydraulikschlauch bei einem Mischwagen, stellte uns vor keine größeren Schwierigkeiten und so war es auch nicht besonders tragisch, dass ich meine Digicam in der Eile nicht mitgenommen hatte.

Da unter der Woche am Abend nicht gekocht wird, verbrachten wir zum Abschluss dieses, von sehr vielen Eindrücken geprägten, Tages, ein paar gemütliche Stunden beim Italiener

  nach oben ...
Trennungslinie