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In Kellau sind um die Mittagszeit bereits große Teile
durch die Salzach überflutet. Feuerwehrboote aus Adnet
und Hallein werden angefordert, können aber mit ihren
Paddeln wegen der starken Strömung nur bedingt
eingesetzt werden. Auch Hubschrauber stehen zur
Verfügung. Kühe und Hühner werden unter Mithilfe
Kuchler Feuerwehrmänner, gerettet. Brücken über die
Salzach in den Nachbarsgemeinden Golling und Hallein
sind zu dieser Zeit schon gesperrt. In Kuchl wird die
Verbindung der Ortsteile Weißenbach mit dem Markt durch
Auspumpen der Eisenbahnunterführung noch aufrecht
erhalten. |
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Über
Funk dann die Meldung der Beobachtungsposten an den
Ortsfeuerwehrkommandanten: "Die Salzach ist im südlichen Bereich
des Bürgerausees ausgebrochen und überschwemmt den See !!!"
Der Einsatz in den folgenden Minuten lief durch die
Zusammenarbeit aller eingesetzten Kräfte, wie aus dem Lehrbuch
ab: Zivilschutzalarm wurde ausgelöst - Die Bevölkerung des
Untermarktes mit Lautsprecher und Megaphon gewarnt - abgestellte
Fahrzeug wurden so gut als möglich aus dem Gefahrenbereich
gebracht (ca. 40 Autos konnten gerettet werden) - Straßen und
Zufahrten gesperrt - Bezirksführungsstab von der neuen Situation
informiert - die Einsatzfahrzeuge und -Kräfte im Bereich der
Bahnunterführung konnten sich im letzten Moment auf die Anhöhe
zur Salzachbrücke in Sicherheit bringen (eine Tragkraftspritze
musste leider zurück gelassen werden). |
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Der Bürgerausee füllte sich innerhalb kürzester Zeit an
und ergoss sich anschließend über den Park
(Seefestgelände) in die Unterführung, füllte diese zur
Gänze an. Wie ein Wildbach bannte sich das Wasser durch
den Untermarkt und überflutete bis zur Moossiedlung
alles, auch das 1984 erbaute Feuerwehrhaus.
Schulungsraum, Küche, Schlauchwaschanlage,
Zimmergewehrräume und Keller sind verwüstet. |
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Von der Überschwemmung des Sees bis zur Überflutung des
Untermarktes vergingen nur einige Minuten - Ein
Abwendung dieser Katastrophe wäre zu dieser Zeit mit
keinen Mitteln möglich gewesen. Bis spät in die Nacht
versuchen die Einsatzkräfte allen Betroffenen zu helfen
wo es möglich ist. Teilweise muss man die Absenkung des
Grundwassers abwarten um mit den Auspumpen Erfolg zu
haben. Die Kommunikation in der Einsatzzentrale der
Feuerwehr bricht ebenfalls zeitweise zusammen. Auch die
Handynetze sind überlastet. |
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Für die Menschenrettung in der Fischerausiedlung stehen
Boote und Hubschrauber zur Verfügung ... |
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nächsten Tag um 07:00 ging es wieder los und auch in den
nächsten Tagen sollte uns die Aufräumungsarbeit nicht los lassen
...
Die Zusammenarbeit zwischen den Kameraden der Hauptwache Markt
und dem Löschzug Jadorf verlief vorbildlich. Auspumparbeiten,
Aufräumungsarbeiten, Öleinsätze, Umweltschutz. Die
Einsatzleitung in Kuchl steht mit dem Bezirksführungsstab der
Feuerwehr unter Leitung des Bezirkfeuerwehrkommandanten OBR
Schinnerl Anton und dem Krisenstab des Bezirkes, mit
Bezirkshauptmann Dr. Aigner an ihrer Spitze, ständig in
Verbindung um den örtlichen Einsatz zu koordinieren. Die
Unterstützung durch dies Institutionen ist hervorragend.
Bezirkshauptmann, Bezirksfeuerwehrkommandant und
Abschnittsfeuerwehrkommandant machen sich auch persönlich ein
Bild vom Ausmaß der Katastrophe in Kuchl und führen Gespräche
mit den Betroffenen. Auch mit Bürgermeister Pius Züger und
seinem Team werden weitere Vorgangsweisen besprochen und in die
Tat umgesetzt. |
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Die große Überschwemmung begann am Montag, den 12.
August 2002 - Die Aufräumungsarbeiten der Feuerwehr
Kuchl im gesamten Ortsgebiet dauerten bis Samstag, den
16. August 2002. |
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Erst nachdem den Hauptbetroffenen geholfen wurde, konnte
nun auch im eigenen Feuerwehrhaus an das Auspumpen des
Kellers und an Aufräumungsarbeiten gedacht werden.
Küche, Schulungsraum, Sanitäre Anlagen, Keller,
Schlauchwaschanlage und die Räume der
Zimmergewehrschützen zeigen ein Bild der Verwüstung und
sind völlig zerstört. Als das Hochwasser kam, konnten
sich die eigenen Leute, die gerade mit dem Ausräumen
begonnen hatten, nur in letzter Minuten retten. Fahne,
Wimpel und viele historische Gegenstände wurden
beschädigt. Dass man in diese gefährdeten Räume wieder
einen Schulungsraum hineinbaut, kann sich bei der
Feuerwehr niemand vorstellen ... |
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Die Unterstützung, die aus der Bevölkerung kommt ist in
solchen Fällen die ultimative Motivation auch in Zukunft
seine Freizeit für diese Feuerwehr zu opfern ... |
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Siehe dazu auch: Die Gedanken des
Ortsfeuerwehrkommandanten ... |
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