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Einsätze Technik - Freiwillige Feuerwehr Kuchl


Horrorunfall - 4 Tote, 5 Verletzte ... 09.08.2002
Sirenenalarm - Freiwillige Feuerwehr Kuchl"Hier Florian Tennengau: Einsatzbefehl für die Freiwillige Feuerwehr Kuchl. Verkehrsunfall auf der Tauernautobahn. Fahrzeug brennt. Personen im Fahrzeug ..."
Ein große Rauchwolke zeigte uns bei der Anfahrt schon den ungefähren Einsatzort. Als wir am Unfallort ankamen, bot sich ein Bild des Grauens. Drei beschädigte Fahrzeuge, zwei davon brannten zwar nicht mehr aber rauchten noch, zahlreiche Verletzte und Tote, eingeklemmte Personen, zahlreiche Zuschauer und helfende Sanitäter vom Roten Kreuz.

Yusuf S. (40) war am Freitagmorgen mit seiner Frau, den drei Kindern und Verwandten in einem Drei-Auto-Konvoi auf dem Rückweg nach Mainz. Er fuhr auf der Tauernautobahn A 10 in Richtung Salzburg. Bei der Auffahrt Kuchl kam der Türke "vermutlich auf Grund von Übermüdung" vorerst rechts von der Fahrbahn ab, notierte die Autobahngendarmerie Anif in den Bericht. Die Folgen waren verheerend: S. lenkte sein Auto auf die Fahrbahn zurück, kam mit dem roten Audi A 4 ins Schleudern und durchbrach die Mittelleitschiene. Auf der Richtung rammte das Fahrzeug des Türken erst einen Audi TT, dann einen Nissan. Beide kamen aus Deutschland. Yusuf S. und seine 9-jährige Tochter Svegi starben an der Unfallstelle. Auch die beiden Insassen des Nissans - die Deutschen Henry K. (53) und Wolfgang Sch. (33) sind tot. Die Frau des Türken Gülbahar S. (40) und die Kinder Sibel (7) und Serkan (4) sind schwer verletzt. Zwei Frauen (32 und 53) aus München kamen im Audi TT mit leichten Verletzungen davon.

Für die zu Hilfe gerufenen Einsatzkräfte bot sich um halb sieben Uhr früh ein Bild des Grauens. Die Männer im Nissan sind eingeklemmt. Beide Unfallfahrzeuge brennen, ein weiters ist 200 Meter weit weggeschleudert. Die drei Kinder der Familie S. liegen auf der Betonfahrbahn. (SN Christoph Reiser)

Von Einsatzleiter OFK Rupert Unterwurzacher wurde sofort die Freiw. Feuerwehr Hallein nachalarmiert, diese hatte die Aufgabe die beiden Toten im ersten Fahrzeug mit hydr. Rettungsgerät zu bergen. Die Frau des Türken war eingeklemmt und musste von der Freiw. Feuerwehr Kuchl mit dem hydraulischen Rettungsgerät aus ihrem Fahrzeug gerettet werden. Die Sicherungsmaßnahmen wurden durch den Löschzug Jadorf durchgeführt, Brandschutz wurde von der FF Kuchl aufgebaut.

Der Katastrophenreferent der Bezirkshauptmannschaft Hallein machte sich ebenso ein Bild vom Unfallgeschehen wie Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Anton Schinnerl. Die Tauernautobahn war in beiden Richtungen stundenlang gesperrt.

Drei Hubschrauber im Einsatz - 4 Tote, 5 Verletzte,
Nach den Aufräumungsarbeiten zusammen mit der Autobahnstraßenmeisterei (ein Fahrzeug war mit Farbkübeln beladen, die sich auf die Fahrbahn entleerten) konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken. Im Feuerwehrhaus Kuchl wurde zusammen mit einigen  Kameraden vom Löschzug Jadorf nach dem Versorgen von Geräten und Fahrzeugen noch zusammengesessen, um das Unfallgeschehen mental besser zu verarbeiten.
Stundenlanger Stau war die Folge. Beherzte Passanten hatten geholfen, die Fahrzeuge zu löschen und die Verletzten zu retten.
 
Wenn man als Feuerwehrmitglied oder Mitglied einer anderen Einsatzorganisation, bei so einem Ereignis seinen "Job" macht, wie man es in zahlreichen Schulungen und praktischen Übungen immer wieder gelernt hat, so geht doch so ein Einsatz mit vier Toten und zahlreichen Verletzten, unter ihnen auch Kinder, doch ziemlich an die Grenzen.
 
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Einsatzdaten: 09.08.2002
Einsatzleiter: HBI Rupert Unterwurzacher
Datum: 09.08.2002 06:25 Alarmierungszeit:
Alarmierungsart: Sirene/Pipser 04:35 Stunden Einsatzdauer:
Eingesetzte Mannschaft:
Hauptwache Kuchl: 34 12 Löschzug Jadorf:
FF Hallein: 25    
Einsatzort: A 10 Tauernautobahn, 5431 Kuchl (Klicken Sie auf die Landkarte)
Eingesetzte Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Kuchl:
TLF Kuchl RLF Kuchl LAST Kuchl  
Tank Kuchl Rüstlösch Kuchl Last Kuchl
       
LF Jadorf   KLF Jadorf  
Pumpe 1 Jadorf Pumpe 2 Jadorf  
       
Weitere Kräfte:
Rettung Christopherus   Polizei
Rettung Christopherus   Polizei
       
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TextHBI Rupert Unterwurzacher HBI Rupert Unterwurzacher Foto
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