| Ein große Rauchwolke zeigte uns bei
der Anfahrt schon den ungefähren Einsatzort. Als wir am
Unfallort ankamen, bot sich ein Bild des Grauens. Drei
beschädigte Fahrzeuge, zwei davon brannten zwar nicht
mehr aber rauchten noch, zahlreiche Verletzte und Tote,
eingeklemmte Personen, zahlreiche Zuschauer und helfende
Sanitäter vom Roten Kreuz. |
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Yusuf S. (40) war am Freitagmorgen mit seiner Frau,
den drei Kindern und Verwandten in einem
Drei-Auto-Konvoi auf dem Rückweg nach Mainz. Er fuhr auf
der Tauernautobahn A 10 in Richtung Salzburg. Bei der
Auffahrt Kuchl kam der Türke "vermutlich auf Grund von
Übermüdung" vorerst rechts von der Fahrbahn ab, notierte
die Autobahngendarmerie Anif in den Bericht. Die Folgen
waren verheerend: S. lenkte sein Auto auf die Fahrbahn
zurück, kam mit dem roten Audi A 4 ins Schleudern und
durchbrach die Mittelleitschiene. Auf der Richtung
rammte das Fahrzeug des Türken erst einen Audi TT, dann
einen Nissan. Beide kamen aus Deutschland. Yusuf S. und
seine 9-jährige Tochter Svegi starben an der
Unfallstelle. Auch die beiden Insassen des Nissans - die
Deutschen Henry K. (53) und Wolfgang Sch. (33) sind tot.
Die Frau des Türken Gülbahar S. (40) und die Kinder
Sibel (7) und Serkan (4) sind schwer verletzt. Zwei
Frauen (32 und 53) aus München kamen im Audi TT mit
leichten Verletzungen davon.
Für die zu Hilfe gerufenen Einsatzkräfte bot sich um
halb sieben Uhr früh ein Bild des Grauens. Die Männer im
Nissan sind eingeklemmt. Beide Unfallfahrzeuge brennen,
ein weiters ist 200 Meter weit weggeschleudert. Die drei
Kinder der Familie S. liegen auf der Betonfahrbahn. (SN
Christoph Reiser)
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Von Einsatzleiter OFK Rupert Unterwurzacher wurde
sofort die Freiw. Feuerwehr Hallein nachalarmiert, diese
hatte die Aufgabe die beiden Toten im ersten Fahrzeug
mit hydr. Rettungsgerät zu bergen. Die Frau des Türken
war eingeklemmt und musste von der Freiw. Feuerwehr
Kuchl mit dem hydraulischen Rettungsgerät aus ihrem
Fahrzeug gerettet werden. Die Sicherungsmaßnahmen wurden
durch den Löschzug Jadorf durchgeführt, Brandschutz
wurde von der FF Kuchl aufgebaut.
Der Katastrophenreferent der Bezirkshauptmannschaft
Hallein machte sich ebenso ein Bild vom Unfallgeschehen
wie Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Anton Schinnerl. Die
Tauernautobahn war in beiden Richtungen stundenlang
gesperrt.
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| Drei Hubschrauber im Einsatz - 4
Tote, 5 Verletzte, |
| Nach den Aufräumungsarbeiten
zusammen mit der Autobahnstraßenmeisterei (ein Fahrzeug
war mit Farbkübeln beladen, die sich auf die Fahrbahn
entleerten) konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken.
Im Feuerwehrhaus Kuchl wurde zusammen mit einigen
Kameraden vom Löschzug Jadorf nach dem Versorgen von
Geräten und Fahrzeugen noch zusammengesessen, um das
Unfallgeschehen mental besser zu verarbeiten. |
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| Stundenlanger Stau war die Folge.
Beherzte Passanten hatten geholfen, die Fahrzeuge zu
löschen und die Verletzten zu retten. |
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| Wenn man als Feuerwehrmitglied
oder Mitglied einer anderen Einsatzorganisation, bei so
einem Ereignis seinen "Job" macht, wie man es in
zahlreichen Schulungen und praktischen Übungen immer
wieder gelernt hat, so geht doch so ein Einsatz mit vier
Toten und zahlreichen Verletzten, unter ihnen auch
Kinder, doch ziemlich an die Grenzen. |
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