Das Motto der Feuerwehren im Bezirk Tennengau für das Jahr 2003
hieß GEFAHRENGUT. Aus diesem Grund wurden verschiedene
Veranstaltungen zu diesem Thema abgehalten, darunter auch zwei
Großübungen, je eine im Abschnitt I (Salzachtal) und eine im
Abschnitt II (Lammertal). Zum Abschluss stand nun ein Besuch der
Fa. Wacker Chemie in Burghausen (S) auf dem Programm.
Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Anton Schinnerl hatte schon bei
der TUIS-Konferenz im November 2002 erste Kontakte zum
Kommandanten der Betriebsfeuerwehr Wacker Chemie, Herrn Hans
Donislreiter, geknüpft. Aus dieser guten Zusammenarbeit entstand
nun dieser Besuch:
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| 10 Fahrzeuge incl.
Besatzung von den Feuerwehren: Oberalm, Puch, Kuchl,
Golling, Hallein, m-real, Adnet und Rußbach machten sich
zeitig in der Früh auf den Weg nach Burghausen. Darunter
befanden sich 2 Tankfahrzeuge, 3
Mannschaftstransportfahrzeuge, 1 Kommandofahrzeug, 1
Pumpenfahrzeug, 1 Gefahrengutfahrzeug, 1
Atemschutzfahrzeug und ein Rüstfahrzeug. |
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| In Kolonnenfahrt ging
es zeitig in der Früh nach Burghausen ... |
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| Nach gut einer Stunde
Fahrt wurden die österreichischen Feuerwehrkollegen von
Walter Niederbauer, Technischer Einsatzleiter der
Betriebsfeuerwehr Wacker Chemie, begrüßt und über den
Betrieb informiert: Ca. 10.000 Arbeitnehmer auf einer
Fläche von 270 ha im Werk Burghausen. Stromverbrauch im
Werk (75 % Eigenproduktion), ungefähr soviel wie die
Großstadt München an einem Tag.
Ca. 70 hauptberufliche Feuerwehrmänner sorgen im
Dreischichtbetrieb (24 Stundentag) für die Sicherheit
und müssen dazu durchschnittlich 600 mal im Jahr
ausrücken. Neben der Bewältigung der Einsätze, gehört
die Wartung von ca. 4000 Atemschutzmasken, 350 Geräten
und der tragbaren Feuerlöscher zu den Aufgaben der
Florianijünger. Der Betriebsbrandschutz und
selbstverständlich die Tätigkeiten im Rahmen der TUIS
sind weitere Bereiche.
In seiner Eindrucksvollen Art informierte Hans
Donislreiter die Teilnehmer über die Besonderheit
und Eigenschaften von TUIS. Ebenso berichtete der
Betriebsfeuerwehrkommandant über die Erfahrungen
seiner Wehr bei Gefahrenguteinsätzen. Klare Strukturen
und Aufteilung der Aufgaben sind hier besonders wichtig.
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| Nach dem Mittagessen
standen im zweiten Teil des Programms praktische Übungen
auf dem Programm. Die Übungsszenarien waren durch Walter
Niederbauer vorbereitet worden. Die Einsatzleiter, oder
in diesem Fall besser gesagt Übungsleiter: BR Otto
Miller von der Freiw. Feuerwehr Hallein, HBI Rupert
Unterwurzacher von der Freiw. Feuerwehr Kuchl und BI
Christian Quehenberger vom Löschzug Voglau, sowie OVI
Andreas Sapciyan als Bezirkssachbearbeiter, waren
gefordert, richtig zu agieren und zu reagieren. Ebenso
gefordert war aber auch die Mannschaft, die mit den
eigenen Fahrzeugen und Gerätschaften die gestellten
Aufgaben bewältigen musste.
Von den verschiedenen Gruppen, musste zuerst ein
Vorfall mit Gefahrengut, der überall passieren kann und
so seine Tücken hatte, bewältigt werden. Anschließend
ging es um einen Brandmeldealarm, bei dem ebenfalls
unerwartete Probleme auftauchten.
Hier half selbstverständlich die GAMS-Regel die
natürlich sehr gewissenhaft angewendet werden muss.
Diese Übungen zeigten natürlich auch Fehler auf, durch
die man aber sehr viel lernte und dadurch seinen Nutzen
ziehen konnte.
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| Walter Niederbauer bei der
Übungsbesprechung |
55 Mann und 10 Fahrzeuge aus dem
Tennengau |
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| Erkundungstrupp bei einer der
Übungen |
Einsatzleiter HBI Unterwurzacher
und BFK Schinnerl |
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| Absperren, dreifacher Brandschutz
... |
Die Tennengauer Delegation |
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| Ein wirklich
interessanter und lehrreicher Tag ging nach der
Heimfahrt um 16:00 Uhr zu Ende. Ein besonderer Dank
gilt den Organisatoren OBR Schinnerl Anton und OVI
Andreas Sapciyan, sowie den Kollegen der
Betriebsfeuerwehr Wacker Chemie, Hans Donislreiter und
Walter Niederbauer !!!
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