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Chlorgasaustritt im Hallenbad Kuchl 30.10.2002
Vom Übungsleiter HBm Wallmann Helmut wird ein Atemschutztrupp unter Vornahme eines Hochdruckschlauches in den Keller zur Personenrettung geschickt. Durch den Einsatz von Sprühstrahl kann die Chlorgaswolke im Ernstfall eingegrenzt werden. Auf eine Löschwasserrückhaltung wäre hier zu achten. Ein zweiter Atemschutztrupp wird ausgerüstet, ein dritter Trupp steht als Reservetrupp ebenfalls bereit.

Hochdruckbelüfter wird in Stellung gebracht, eine Tür im Keller geöffnet und ein Atemschutzsammelplatz eingerichtet. Auf den Einsatz von Hydroschildern und Kanalabdeckkissen wird hingewiesen.

Die Rettung der zwei vermissten Personen erfolgt trotz der verwinkelten Gänge sehr rasch. Auch werden die Geretteten im Freien bis zum Eintreffen des Notarztes von Feuerwehrmännern versorgt. (Kontaminierte Bekleidung entfernen, Betroffene Hautstellen mit Wasser spülen, absolute Ruhe, Auskühlen verhindern). Etwas schwieriger gestaltet sich anschließend die Rettung eines verunfallten Atemschutzträgers, doch mit vereinten Kräften wird auch dieser durch enge Gänge und Leitern zum Atemschutzsammelplatz gebracht. Auf die Dekontamination der Atemschutzträger wird hingewiesen.

Wie Gespenster tauchen die Atemschutztrupps aus der Chlorwolke auf Statt der traditionellen Eierspeise (der Bauer konnte die 120 Eier nicht liefern) gab es dieses mal "Allerheiligenstuck"
 
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Übungsdaten: 30.10.2002
Übungserkenntnisse:
  • Chlorgas ist ein Atemgift mit Reiz- und Ätzwirkung und schwerer als Luft.
  • Im Ernstfall: Gefahrenbereich sofort absperren. Unbedingt Atemschutz und Schutzanzüge verwenden. Bei Flüssiggasaustritt Kälteschutz verwenden.
  • Chlorgaswolke mit viel Wasser durch Sprühstrahl eingrenzen. Dabei wird zwar nur wenig Chlor gelöst, die Wolke wird aber mechanisch aufgehalten oder umgeleitet, mit Luft verwirbelt und dadurch verdünnt.
  • Es entsteht dadurch Chlorwasser, das aber sauer und oxidierend wirkt und die meisten Metalle angreift. Es entweicht auch  weiterhin Chlorgas, daher ist eine Löschwasserrückhaltung durchzuführen.
  • Eine Dekontamination von Mannschaft und Geräten ist mit Wasser unbedingt durchzuführen.
Art: Zugsübung - 2. Zug
Thema: Chlorgasaustritt
Ort: Hallenbad Kuchl
Ausarbeitung: HBm Wallmann Helmut, Lm Greck Robert
Übungsleitung: HBm Wallmann Helmut
Teilnehmer (75): Hauptwache Kuchl - 22
Eingesetzte Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Kuchl:
Tank Kuchl Rüstlösch Kuchl Pumpe Kuchl Last Kuchl
Tank Kuchl Rüstlösch Kuchl Pumpe Kuchl Last Kuchl
       
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HBI Rupert Unterwurzacher HBI Rupert Unterwurzacher