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Grenzüberschreitende Waldbrandübung 2007 30.06.2007
Waldbrand 2007 - FF KuchlDas heutige Feuerwehrmitglied muss sich ständig fort- und weiterbildet. Anders ist die Bewältigung der Feuerwehraufgaben, die sich ständig durch fortschreitende Technik und neue Erkenntnisse verändern, nicht möglich. Natürlich gibt es verschiedene Wege dieser Fortbildung, z.B. durch den Besuch von Lehrgängen an den Feuerwehrschulen, oder durch Fachbücher, durch das Internet  usw. und eine ganz wichtige Aufgabe ist die Ausbildung in den einzelnen Feuerwehren selbst.
 
 Etwas ganz Besonderes ist so eine Ausbildung, so eine gemeinsame, grenzüberschreitende Übung, wie sie jetzt in Kuchl stattfand:
 
"Struber Rupert, alias Leopoldbauer, bemerkt auf der Fahrt zu seiner 1243 Meter hoch gelegenen Nesselangeralm einen Wald- und Flächenbrand der sich durch den Südwind und das dürre Gras rasch Richtung Roßfeldspitze ausbreitet ..." Dies war die Übungsannahme, die zur Alarmierung von 35 Feuerwehrfahrzeugen und insgesamt 243 Einsatzkräften aus dem bayrischen und österreichischem Raum führte ...
 
Waldbrand 2007Waldbrand 2007
Dass es bei Waldbränden wichtig ist, frühzeitig weitere Kräfte und die erforderliche Waldbrandausrüstung zu alarmieren und bei Bedarf das Bundesheer zu informieren, ist bekannt; es ist ebenfalls bekannt, dass man bei größeren Ereignissen, Abschnitte bildet und die entsprechenden Maßnahmen bei so einem Ausmaß strategisch plant, weiters ist bekannt, dass man mit dem Handwerkzeug und körperlicher Arbeit einen großen Beitrag zur Bekämpfung solcher Brände leisten kann.
 
Waldbrand 2007Waldbrand 2007
Bei dieser Übung stand aber vor allem die Kommunikation im Vordergrund: Die Kommunikation bei den Vorgesprächen war geprägt vom kameradschaftlichen Miteinander. Und bei der Übung hatte man den sehr positiven Eindruck, dass gemeinsam viel voneinander gelernt werden kann.

Nicht nur die Kommunikation zwischen Behörde, Polizei, Rettung, Bergrettung und Feuerwehr ist wichtig, an diesem Tag stand auch die Kommunikation innerhalb der Feuerwehr und im Speziellen zu den bayrischen Kameraden im Vordergrund.

 
Waldbrand 2007Waldbrand 2007
Kleine Fehler oder eventuelle Missgeschicke sind bei solchen Übungen nicht wirklich wichtig, hier war es wichtig, dass man miteinander redet, miteinander arbeitet und miteinander aus den Fehlern lernt.
Wie heißt es so schön und richtig: Gemeinsam sind wir stark. Stark im Kampf gegen die Naturelemente und stark in der Erfüllung unserer gestellten Aufgaben.
 
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Meldung des Übungsleiters HBI Rupert Unterwurzacher an den Landesfeuerwehrkommandanten LBD Anton Brandauer
 
Ein besonderer Dank an den Leopoldbauern Rupert Struber sowie allen angrenzenden Landwirten für ihr Verständnis und ihre Unterstützung.
 Ebenso einen herzlichen Dank an Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Anton Schinnerl und Kreisbrandinspektor Stefan Pfnür, sowie den beteiligten Feuerwehrfunktionären und den Kuchler Zugskommandanten für die Zusammenarbeit bei den Vorbereitungen. Wobei man, nicht ohne einen gewissen Stolz, ein großes Lob den Kuchler Feuerwehrmitgliedern unter der Leitung von Ortsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter OBI Struber Johann aussprechen darf, die trotz der derzeit laufenden, intensiven Umbauarbeiten im Feuerwehrhaus Kuchl auch noch die Verpflegung dieser Übung organisiert haben.
 
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Übungsdaten: 30.06.2007
Übungserkenntnisse (HBI Rupert Unterwurzacher):
  • Die Übung war so konzipiert, dass zwar die Organisation bis ins Kleinste geplant war, der Übungsablauf sollte sich aber aus der Situation heraus ergeben, um ein "Einsatzrelevantes Üben" zu gewährleisten.  Auf Grund dieser Tatsache braucht so ein Ereignis, wie im Ernstfall auch, seine Entwicklungszeit.
  • Schade, dass das Interesse der Presse bis auf wenige Ausnahmen doch relativ gering ist.
  • Erfreulich, dass sich hohe Funktionäre von Behörde und der Blaulichtorganisationen die Zeit nehmen, um an diesen Übungen teilzunehmen und damit die eingesetzten Kräfte motivieren.
  • Es ist selbstverständlich, dass im Einsatzfall die Erkundung entsprechend länger dauern wird, aber durch die genaue Vorbereitung konnte für den Ernstfall wichtige Erkenntnisse gewonnen werden.
  • Die Zusammenarbeit mit der Landes-, Alarm- und Warnzentrale klappte hervorragend - wichtig ist auch die Verständigung von Rotem Kreuz, Exekutive, Funktionäre, Behörde und den anderen Hilfsorganisationen.
  • Die Kommunikation innerhalb der Feuerwehren und den anderen Organisationen funktionierte sehr zufriedenstellend. Gemeinschaftliche Übungen verbessern ständig das gegenseitige Verständnis.
  • Durch einen technischen Defekt an einem Tanklöschfahrzeug war die Saugstelle für den Pendelverkehr kurzzeitig eingeschränkt. Der Schaden konnte behoben werden und so war es nicht notwendig, die vorgesehene "Ersatzsaugstelle" zu verwenden.
  • Wie mir der Vertreter des Bundesheeres versicherte, waren die Voraussetzungen für die Übung optimal und das gegenseitige Verständnis wird immer besser. Um Unfälle zu vermeiden, ist beim Anflug der Hubschrauber auf die Anflug- und Abflugschneise zu achten und die notwendige Personenanzahl so gering als notwendig zu halten.
  • Es ist nicht immer selbstverständlich, dass die ehrenamtlichen Einsatzkräfte die Zeit aufbringen können, um für die Mitmenschen jederzeit bereit zu sein. Es ist auch nicht selbstverständlich, dass die Einsatzkräfte ihre Freizeit dafür verwenden, um sich weiterzubilden. Dafür ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer !!!
  • Schade, dass nur ein Teil der bayrischen Kameraden zu Abschlussbesprechung, wegen der weiten Anfahrt kommen konnten. Wir hätten genug Würstel, Semmei und Getränke vorbereitet gehabt - vielleicht das nächste Mal.
  • Sehr erfreulich war die Zusammenarbeit und der "Einsatzwille" aller Beteiligten !!!
Art: Grenzüberschreitende Übung - Alarmstufe 4+
Thema: Waldbrand
Ort: Roßfeld
Ausarbeitung: OBR Anton Schinnerl, HBI Rupert Unterwurzacher, OBI Johann Struber, BR Wintersteller Josef, KBI Stefan Pfnür, HBm Wallmann Helmut, OBm Putz Florian, FT-B Gerhard Eichinger, Bm Robert Greck, Lm Preiml Michael,
Übungsleitung (Kuchl): HBI Rupert Unterwurzacher, OBI Johann Struber;
FT-B Gerhard Eichinger, HBm Wallmann Helmut
Teilnehmer (243): Hauptwache Kuchl - 46, Löschzug Jadorf - 12, Feuerwehrjugend Kuchl - 12,
  Weitere Kräfte (laut Bericht Kommando Tennengau): FF Golling (18), FF Hallein (36), FF Oberalm (21), FF Adnet (6), FF St. Koloman (7), BTF M-Real (10), FF Puch (9), FF Scheffau (6), LFV Salzburg (3), FF Berchtesgaden (15), FF Au (8), FF Bad Reichenhall (7), FF Schönau (2), Bergwacht (19), Bergrettung (9), RK Hallein (3), Öst. Bundesherr (6), Innenministerium (2), Polizei (3), Behörde (3).
Eingesetzte Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Kuchl:
 Tank Kuchl Rüstlösch Kuchl Pumpe Kuchl Last Kuchl
Tank Kuchl Rüstlösch Kuchl Pumpe Kuchl Last Kuchl
       
  Pumpe 1 Jadorf Pumpe 2 Jadorf  
  Pumpe 1 Jadorf Pumpe 2 Jadorf  
       
Sonstige eingesetzte Fahrzeuge:
Rotes Kreuz     Polizei
Rotes Kreuz     Polizei
  Insgesamt 47 Fahrzeuge ...  
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