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Ausbildung Aktuell - Freiwillige Feuerwehr Kuchl

Biogasanlage 09.09.2009
Seit der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes im Jahr 2004, sind die Erzeugung und der Verkauf von Strom und Wärme aus Biogasanlagen für viele Landwirte in Deutschland eine neue Erwerbsquelle geworden.

Gülle und anderweitige Rohstoffe werden in sogenannten "Fermenter" (Faulbehälter) von Mikroorganismen zersetzt. Dabei entsteht ein Gasgemisch, das u.a. aus Methan (CH4) und Kohlendioxid (CO2) besteht. Mit diesem Biogas wird ein LKW-Motor angetrieben. Der angeschlossene Generator erzeugt Strom, der in das öffentliche Netz eingespeist wird.

Auch in Österreich boomt der Bau solcher Anlagen, aktuell sind derzeit rund 300 Biogasanlagen im Betrieb. Eine davon betreibt der Kuchler "Lengrieserbauer" Josef Ramsl.

Vor der praktischen Übung wurde die anwesende Mannschaft auf die Gefahren (Verpuffungs- bzw. Explosionsgefahr - Elektrizität - Atemgifte) einer Biogasanlage durch Übungsleiter Lm Gerhard Scherfl hingewiesen.
Übung Biogas - FF KuchlÜbung Biogas - FF Kuchl
Übungsannahme: Im Generatorraum ist ein Brand ausgebrochen, der auf die angrenzenden Objekte überzugreifen droht. Die erste Aufgabe des Atemschutztrupps bestand darin, die Gaszufuhr abzudrehen und - im Ernstfall - Gasmessungen durchzuführen.
 
Übung Biogas - FF KuchlÜbung Biogas - FF Kuchl
Danach konnte mit tragbaren Kohlensäurelöschern die Brandbekämpfung begonnen werden. Die übrige Mannschaft kühlte den Gasbehälter mit 2 C-Rohren. Die Wasserentnahme aus dem Kertererbach gestaltete sich wegen dem niedrigen Wasserstand und durch die neue Verbauung schwierig.
 
Übung Biogas - FF KuchlÜbung Biogas - FF Kuchl
Besonders interessant war die anschließend Führung durch die Biogasanlage. Weiters wurde auch die Stromabschaltung beim Trafohaus Greck besichtigt.
 
Einen ganz herzlichen Dank an Ramsl Josef und Ramsl Hans für die gespendete Jause !
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Übungsdaten: 09.09.2009
Übungserkenntnisse (Lm Gerhard Scherfl)
  • Die Gefahren bei einer Biogasanlage: Verpuffungs- bzw. Explosionsgefahr - Elektrizität - Atemgifte
  • Bei der Anfahrt Windrichtung beachten
  • Der Explosionsbereich von "Biogas" leigt bei UEG 6 Vol-% und OEG 12 Vol-% - es riecht nach faulen Eiern. Solange das austretende Gas abgefackelt wird, ist die Explosionsgefahr gering. Gefahr besteht, wenn das Gas unkontrolliert austritt und durch ein Zündquelle zur Explosion gebracht werden kann.
  • Elektrizität - keine freiliegenden Metalle berühren. Mindestabstände beim Löschen beachten. Im Schaltschrankraum nur mit Kohlensäurelöscher einen Brand bekämpfen. Die Anlage kann man nur im Schaltkasten beim Trafo Greck stromlos schalten.
  • Atemgifte - Erstickungsgefahr, daher umluftunabhängigen Atemschutz verwende.
  • Weitere Wasserbezugsquellen neben dem Kertererbach sind ein Hydrant (Richtung Süden), ein Tiebrunnen (Richtung Norden gegenüber vom Haus Auer) und in weiterer Folge die Salzach.
Art: Zugsübung - 2. Zug
Thema: Biogasanlage
Ort: Lengrieshof-Alternativ-Energie Ramsl KEG
Ausarbeitung: Lm Scherfl Gerhard, Lm Saringer Bernhard, OLm Ramsauer Peter
Übungsleitung: Lm Scherfl Gerhard
Teilnehmer: Hauptwache Kuchl - 22
Eingesetzte Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Kuchl:
 Kommando Kuchl Tank Kuchl Rüstlösch Kuchl Pumpe Kuchl
Kommando Kuchl Tank Kuchl Rüstlösch Kuchl Pumpe Kuchl
       
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textHBI Rupert Unterwurzacher Foto
HBI Rupert Unterwurzacher