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Seit der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes im
Jahr 2004, sind die Erzeugung und der Verkauf von Strom und
Wärme aus Biogasanlagen für viele Landwirte in Deutschland
eine neue Erwerbsquelle geworden.
Gülle und anderweitige Rohstoffe
werden in sogenannten "Fermenter" (Faulbehälter) von
Mikroorganismen zersetzt. Dabei entsteht ein Gasgemisch, das
u.a. aus Methan (CH4) und Kohlendioxid (CO2)
besteht. Mit diesem Biogas wird ein LKW-Motor angetrieben.
Der angeschlossene Generator erzeugt Strom, der in das
öffentliche Netz eingespeist wird.
Auch in Österreich boomt der Bau solcher Anlagen, aktuell
sind derzeit rund 300 Biogasanlagen im Betrieb. Eine davon
betreibt der Kuchler "Lengrieserbauer" Josef Ramsl.
Vor der praktischen Übung wurde die anwesende Mannschaft
auf die Gefahren (Verpuffungs- bzw. Explosionsgefahr -
Elektrizität - Atemgifte) einer Biogasanlage durch
Übungsleiter Lm Gerhard Scherfl hingewiesen. |
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| Übungsannahme: Im Generatorraum ist
ein Brand ausgebrochen, der auf die angrenzenden Objekte
überzugreifen droht. Die erste Aufgabe des
Atemschutztrupps bestand darin, die Gaszufuhr abzudrehen
und - im Ernstfall - Gasmessungen durchzuführen. |
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| Danach konnte mit tragbaren
Kohlensäurelöschern die Brandbekämpfung begonnen werden.
Die übrige Mannschaft kühlte den Gasbehälter mit 2
C-Rohren. Die Wasserentnahme aus dem Kertererbach
gestaltete sich wegen dem niedrigen Wasserstand und
durch die neue Verbauung schwierig. |
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| Besonders interessant war die
anschließend Führung durch die Biogasanlage. Weiters
wurde auch die Stromabschaltung beim Trafohaus Greck
besichtigt. |
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| Einen ganz herzlichen Dank an Ramsl
Josef und Ramsl Hans für die gespendete Jause ! |
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Übungsdaten: |
09.09.2009 |
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Übungserkenntnisse (Lm Gerhard Scherfl)
- Die Gefahren bei einer Biogasanlage:
Verpuffungs- bzw. Explosionsgefahr - Elektrizität -
Atemgifte
- Bei der Anfahrt Windrichtung beachten
- Der Explosionsbereich von "Biogas" leigt bei UEG
6 Vol-% und OEG 12 Vol-% - es riecht nach faulen
Eiern. Solange das austretende Gas abgefackelt wird,
ist die Explosionsgefahr gering. Gefahr besteht,
wenn das Gas unkontrolliert austritt und durch ein
Zündquelle zur Explosion gebracht werden kann.
- Elektrizität - keine freiliegenden Metalle
berühren. Mindestabstände beim Löschen beachten. Im
Schaltschrankraum nur mit Kohlensäurelöscher einen
Brand bekämpfen. Die Anlage kann man nur im
Schaltkasten beim Trafo Greck stromlos schalten.
- Atemgifte - Erstickungsgefahr, daher
umluftunabhängigen Atemschutz verwende.
- Weitere Wasserbezugsquellen neben dem
Kertererbach sind ein Hydrant (Richtung Süden), ein
Tiebrunnen (Richtung Norden gegenüber vom Haus Auer)
und in weiterer Folge die Salzach.
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| Art: |
Zugsübung - 2. Zug |
| Thema: |
Biogasanlage |
| Ort: |
Lengrieshof-Alternativ-Energie Ramsl
KEG |
| Ausarbeitung: |
Lm Scherfl Gerhard, Lm Saringer
Bernhard, OLm Ramsauer Peter |
| Übungsleitung: |
Lm Scherfl Gerhard |
| Teilnehmer: |
Hauptwache Kuchl - 22 |
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