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Um den Ausbildungsstand der Freiwilligen Feuerwehr Kuchl
fest zu stellen, wurde die Herbstübung als Einsatzübung
konzipiert. Das heißt: Die Mannschaft, "Einsatzleiter" und
Fahrzeugkommandanten wussten nicht, was auf sie zukommen
würde ...
Übungsannahme:
"Übungsbefehl für die Freiwillige Feuerwehr Kuchl und
den Löschzug Jadorf: Schwerer Verkehrsunfall mit
eingeklemmter Person in der Jadorferstraße - Höhe Raika
..."
Ein PKW war mit dem Gemeinde-Unimog kollidiert, ins
Schleudern geraten, hat sich überschlagen und ist in
Seitenlage liegen geblieben. Person ist eingeklemmt,
aber ansprechbar. Ein zufällig vorbeikommender Arzt (OFK
Kuchl) ist anwesend. Der Fahrer des Gemeinde-Unimogs ist
nicht mehr ansprechbar ... |
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| Der "Einsatzleiter" hat nach der
Erkundung alle Hände voll zu tun: Die "Einsatzstelle"
wird in zwei Abschnitte (1. PKW; 2. Unimog) eingeteilt.
Absichern, Sperre der Straße, zweifacher Brandschutz,
Beleuchtung, Stabilisierung des Unfall-PKW, Rettung der
eingeklemmten Person. Der anwesend Arzt benötigt eine
Zugangsöffnung, legt eine Infusion an und legt die
weiteren Schritte fest ... |
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| In der Zwischenzeit wird in
Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der Hauptwache
Kuchl und dem Löschzug Jadorf die Unfallstelle
abgesichert. Plötzlich herrscht aber auch hier
Aufregung. Der Fahrer des Unimogs zeigt keine
Vitalreaktionen muss aus dem Fahrzeug gebracht und
reanimiert (Puppe vom Roten Kreuz Hallein) werden.
Zusätzlich dazu gerät die Ladung des Unimogs in Brand.
In den (echten) Flammen liegt eine Acetylengasflasche.
Nach dem Ablöschen des Brandes wären nun folgende
Aufgaben notwendig: Evakuierung der angrenzenden Häuser,
Absperrung im Umkreis von 300 Metern. Die Temperatur und
Hitzeeinwirkung auf die Acetylengasflasche wird mittels
der Wärmebildkamera überprüft. Es wird mit der Kühlung
der Flasche begonnen. Die Wasserversorgung vom
Oberflurhydranten wird hergestellt ... |
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| Beim PKW macht in der Zwischenzeit
der Arzt gehörigen Druck: Die Person muss so schnell wie
möglich, so sicher als möglich und so schonend wie
möglich, aus dem Fahrzeug gerettet werden. Nachdem die
Zugangs- und Versorgungsöffnung geschaffen wurde, die
Frontscheibe entfernt und der Fußraum erweitert wurde,
stellt der Arzt fest, dass die Rettung der noch immer
eingeklemmten Person unverzüglich geschehen muss. Die
Mannschaft von Rüstlösch- Kuchl hat dazu genau 3 Minuten
(!!!) Zeit ... |
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Diese Einsatzübung wurde als
Standortgestimmung angesehen. Für den
Ortsfeuerwehrkommandanten und die Übungsbeobachter
ergaben sich ganz wichtige Anhaltspunkte für die weitere
Ausbildung. Die Übung wurde in Film und zahlreichen
Fotos festgehalten. In einer kurzen
Mannschaftsbesprechung wurde auf die wichtigsten Punkte
eingegangen. Im Feuerwehrhaus Kuchl wurde in einer
Besprechung (Gruppen- und Zugskommandanten) der Ablauf
noch einmal besprochen. Die gesamten Erkenntnisse werden
im nächsten Jahr in den Übungsschwerpunkt "Technische
Hilfeleistung" mit einfließen.
Herzlichen Dank an Peter Diozeghy vom Roten Kreuz
Hallein |
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Übungsdaten: |
04.11.2009 |
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Übungserkenntnisse
- Erkundung ist Alles !
- Wichtige Grundregeln bei einem VU: Absichern -
Brandschutz - Fahrzeug stabilisieren -
Patientenbetreuung - Airbag-Regel - Glasmanagement -
Batterie - Abdeckung der Schnittstellen .......
- Patientenrettung: schnell - sicher -
schonend
- Den Einsatzort gliedern: Geräteablage - im
inneren Arbeitskreis nur die Personen die eine
Aufgabe erfüllen - Schrottablage ....
- Wurden Schutzhandschuhe unter den
Arbeitshandschuhen getragen ?
- Das Ziehen der Lenkradsäule mit der Kette (Spreizer)
wird aus Sicherheitsgründen nicht mehr praktiziert.
- Gewisse Abläufe sollen für die Zukunft
festgelegt werden (Standard-Einsatz-Regeln) und
dementsprechend beübt werden.
- Die Motivation und die Mitarbeit aller
Teilnehmer war hervorragend und man ließ sich auch
nicht von dem etwas hektischen "Arzt" aus der
Fassung bringen ...
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| Art: |
Gemeinschaftsübung |
| Thema: |
Technische Einsatzübung -
Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person |
| Ort: |
Jadorferstraße - Höhe Raika |
| Ausarbeitung: |
HBI Rupert Unterwurzacher, HV Rupert
Unterwurzacher, Lm Bernhard Saringer, OBI Johann
Struber, FT-B Gerhard Eichinger, |
| Übungsleitung: |
OBm Putz Florian |
| Teilnehmer (41): |
Hauptwache Kuchl - 28, Löschzug Jadorf -
13 |
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